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Gesang
Singen oder Gesang ist im Gegensatz zu Sprechen der vorwiegend auf Klang- und Melodieerzeugung ausgerichtete Gebrauch der menschlichen Stimme. Das Singen zählt zur Kunst der Musik. Ein Sänger ist ein Musiker, der seine Stimmlippen und sein Ansatzrohr als Musikinstrument benutzt.
Gesang gehört zur Kultur sämtlicher Zeiten und Völker und kann alle Lebenssituationen begleiten. Rituelle Gesänge, Kinderlied, Arbeitslied und Gesang als Vortragskunst sind nur wenige Beispiele.
In der westlich-abendländischen Musik werden Sängerinnen und Sänger nach ihrer Stimmlage eingeteilt in Sopran, Mezzosopran und Alt (Frauenstimmen), sowie Altus, Tenor, Bariton und Bass (Männerstimmen). Gesang kann solistisch oder im Chor ausgeführt werden.
Noch bis ins 18. Jahrhundert gab es Kastraten, die durch eine Operation eine jugendlich hohe Stimme behielten, dies jedoch mit dem Verlust ihrer Zeugungsfähigkeit bezahlen mussten. Heute singen mit einer speziellen Technik Männer in vergleichbarer Stimmlage als Countertenor.
Einzelne Sängerinnen und Sänger sind zu allen Zeiten besonders beachtete Personen des öffentlichen Lebens gewesen. Beispiele aus dem klassischen Gesang und dem Jazzgesang finden sich auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik bzw. auf der Liste von Jazzsängerinnen und -sängern.
Andere Kulturen kennen zahlreiche weitere Formen und Techniken des Gesangs. Beispiele hierfür sind der mongolische Kehlkopfgesang und der Obertongesang.
Siehe auch
- Vokalmusik, Chormusik, a cappella, Blattsingen, Scat-Gesang, Background Vocals, Oper, Liste deutschsprachiger Musiker, Deutscher Schlager, Vokalise, Beatboxing
Kategorie:Musikberuf
Kategorie:Gattungen und Formen (Musik)
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ja:歌手
ko:가수
ms:Penyanyi
SprechenDas Sprechen ist der Vorgang des vorwiegend auf zwischenmenschliche Interaktion ausgerichteten Gebrauchs der menschlichen Stimme, wobei artikulierte Sprachlaute erzeugt werden.
Informationsübermittlung, Selbstoffenbarung, Appell und Beziehungsaufnahme sind die vier wichtigsten Aspekte der sprachlichen Kommunikation (nach Schulz von Thun).
Siehe auch:
- Sprachentwicklung
- Sprechstörung
- Stottern
:Sprache, Sprechakt, Kommunikation, Rhetorik, Information
Kategorie:Sprache
Kunst
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Der Begriff Kunst bezeichnet die Fähigkeit des Menschen zum ästhetischen Ausdruck seines Geistes. Kunst ist auch der Begriff für die vom Menschen geschaffenen Werke, die eine gesellschaftliche Relevanz besitzen und eine ästhetisch-sinnliche Wirkung auf den Rezipienten haben, zum Beispiel die Werke der Kunstformen Malerei, Graphik, Bildhauerei, Architektur, Literatur, Dichtung, Theater, Musik, Film oder Video. Umgangsprachlich wird der Begriff "Kunst" häufig ausschließlich für die Hervorbringungen der Bildenden Kunst verwendet.
Daneben wird der Begriff im Zusammenhang mit ausgeprägten Fertigkeiten, also Kunstfertigkeiten verwendet, zum Beispiel Kochkunst, Reitkunst, Redekunst, Verführungskunst oder Zauberkunst.
Bis ins 18. Jahrhundert wurde mit den Künsten (lateinisch: artes) der gesamte Bereich menschlicher Fertigkeiten bezeichnet. Der heutige Kunstbegriff entwickelte sich aus dem Begriff der Kunstfertigkeit, welcher etymologisch im Deutschen aus dem mittelhochdeutschen Wort Können hergeleitet werden kann - was aber zu Missverständnissen führt: Technische Perfektion, die meisterhafte Beherrschung eines Handwerks bei der Ausführung einer künstlerischen Arbeit ist für die heutige Kunsttheorie weder notwendige Voraussetzung für ein Kunstwerk, noch macht sie allein ein Kunstwerk aus.
Der Begriff Kunst bezeichnet einerseits Kunstwerke als Elemente der menschlichen Kultur, die nicht primär durch ihre Zweckmäßigkeit, sondern durch ihre unterschiedlich verstandene Ästhetik geprägt sind. Darüber hinaus umfasst er auch künstlerisch gestaltete funktionale Artefakte und Produkte aus dem Bereich der so genannten angewandten Kunst.
Kunst im Sinne von künstlerischer Fertigkeit und bildhafter Erfassung wird beim Menschen durch die rechte Gehirnhälfte gesteuert. Sie ist vorrangig zuständig für räumliches Erfassen, für musikalische Empfindungen, kreative Gestaltungen und die Gefühle.
Geschichte
Seit ihren Anfängen war Kunst eng mit Arbeit, Spiel und dem Heiligen verbunden. Historisch entwickelten sich die Künste aus ihrem Beitrag zur materiellen Organisation von Kulten und Ritualen. Ein zentrales Moment war somit die Religion, die seit der frühen Neuzeit in den westlichen Gesellschaften allmählich an Einfluss verlor.
Von den Künsten wurde vor dem 19. Jahrhundert zumeist so gesprochen wie heute von den Berufen, die eine Fachausbildung voraussetzen. Die Handwerke galten als eigene Künste, die artes mechanicae, ebenso wie die Fächer des (philosophischen) Grundstudiums, die artes liberales, die freien Künste, die in den drei großen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin vorausgesetzt wurden. Bücher über einzelne Künste galten vor dieser Zeit zumeist Feldern erlernbarer Könnerschaft. Meisterleistungen des Ingenieurwesens wurden in Büchern zur "Bergbau-" oder "Wasserbau-Kunst" (Schleusenbau) behandelt.
In der zweiten Hälfte des 18. und am Anfang des 19. Jahrhunderts, im Zeitalter der Aufklärung, begannen die gebildeten Kreise Gemälde, Skulpturen und Architektur, sowie Literatur und Musik als Kunst im heutigen Wortsinn zu diskutieren. Themenverbindend wurde die Ästhetik in Abgrenzung zum Hässlichen als Kategorie zur Qualifizierung von Kunstwerken begründet. Freiheit wurde zum Ideal für Politik, Wissenschaft sowie für die sich allmählich als eigenständige Bereiche herausbildenden Literatur und Kunst. Der handwerkliche Aspekt künstlerischen Schaffens verlor an Bedeutung. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diesen Prozess war die durch die beginnende Industrielle Revolution beschleunigte Säkularisierung.
Die Differenzierung zwischen Literatur und Kunst war das Ergebnis der kurz zuvor begonnenen Literaturdiskussion, die sich nicht mehr mit allen geistigen Arbeiten befasste, sondern Romane, Dramen und Gedichte als Literatur in einem gewandelten Wortsinn zusammenfasste. Im Bestreben, ein größeres Publikum anzusprechen, wurde der Terminus Kunst zunächst auf Gemälde und Skulpturen verengt, auf Gegenstände, die in den Zeitungen und Zeitschriften - den Journalen, die es seit dem frühen 18. Jahrhundert gab -, vorgestellt und beurteilt wurden. Es entstand ein verbreitetes Rezensionswesen. Die Begriffe Werk, Original und Genie als Ausdrucksformen der Individualität des Künstlers wurden durch Kant geprägt. Um Kunst kommunizierbar zu machen, brauchte man geeignete Bilder. Man unterscheidet zwischen inneren und äußeren Bildern. Innere Bilder sind zum Beispiel Sprache, Vorstellungen und die Ideen, äußere hingegen Einrichtungsgegenstände, Bauwerke oder irgendein anderes Ding.
Werden in der Kunstgeschichte bis zum 19. Jahrhundert aufeinander folgende so genannte Kunstepochen definiert, entwickelten sich seit den frühen Phasen der modernen Kunst verschiedene Stilrichtungen nebeneinander. Je komplexer die gesellschaftlichen Verhältnisse wurden, desto mehr konkurrierende zeitgenössische und alte Kunst kam auf den prosperierenden Kunstmarkt und in die neu gegründeten Kunstmuseen . Die Bedeutung von Kunstausstellungen mit thematischen Schwerpunkten wächst stetig.
Die Debatte um den Kunstbegriff als Ausdruck der Frage Was ist Kunst? verschob sich in der (Kunst)-Geschichte immer wieder. Die Artes wurden in der Neuzeit im westlichen Kulturbereich als menschliche kreative Fähigkeiten betrachtet und immer weiter differenziert. In anderen Kulturen gab und gibt es vielfältige nicht in Übereinstimmung zu bringende Antworten.
Der heutige, in den meisten hochindustrialisierten Ländern verbreitete, Begriff der Kunstfreiheit ,der z.B. in das Grundgesetz aufgenommen worden ist, umfasst eine Vielzahl an menschlichen Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten, zweckfrei oder mit unterschiedlichen Zielen verbunden. Im Zuge der Globalisierung entstand einerseits ein vermehrter Dialog verschiedener Kunstrichtungen in aller Welt, andererseits wurden regionale Unterschiede tendenziell nivelliert. In zahlreichen Staaten wird die Kunstausübung reglementiert und zu Propagandazwecken instrumentalisiert.
Bereiche
Im Römischen Reich unterschied man die Sieben Freien Künste (artes liberales), bestehend aus dem Trivium und Quadrivium, die gegenüber den mechanischen Künsten höher geschätzt wurden: Grammatik, Dialektik, Rhetorik; Geometrie, Arithmetik, Astronomie und Musik.
Die Einteilung in Literatur, Kunst, Handwerk und Wissenschaft bildete sich seit Ende des 18. Jahrhunderts in Europa heraus.
Nach heutigem Verständnis gliedert sich die Kunst in die Teilbereiche:
- Bildende Kunst . Die Ausbildung erfolgt an Kunstakademien. Die Künstler sind frei gestalterisch tätig, ihre Arbeiten werden von der Kunstkritik diskutiert, am entsprechenden Kunstmarkt gehandelt und in Museen und Galerien ausgestellt.
- Angewandte Kunst (Gebrauchskunst), wie Kunstgewerbe/Kunsthandwerk, Design mit einer berufsbezogenen Ausbildung in Deutschland, beispielsweise an Universitäten, Kunsthochschulen und Fachhochschulen. Es handelt sich um die gestalterische Umsetzung eigener Entwürfe oder von Vorgaben. Gegenwärtig werden die Exponate der angewandten Kunst zumeist in den Kunstgewerbemuseen, Museen für angewandte Kunst oder in Designmuseen gemeinsam ausgestellt. Daneben existieren einige Museen, die ausschließlich Design präsentieren. Darüber hinaus gibt es in einigen bedeutenden Kunstmuseen Abteilungen für angewandte Kunst.
- Darstellende Kunst, Musik, Tanz, Theater und Film.
Daneben wird nach wie vor zwischen profaner und sakraler Kunst unterschieden. Ein weiterer wichtiger Ansatz zur Einordnung von Kunstwerken nach ihrer Funktion sind die Kategorien Auftragskunst und Freie Kunst. Hinzu kommt eine wertende Abgrenzung von Hochkultur, wozu die Kunst gerechnet wird, und Alltagskultur.
Grenzüberschreitungen zwischen diesen Disziplinen und Bereichen sowie den genutzten Ausdrucksformen sind häufig, dem Wesen der Kunst als kreative Äußerung entsprechend.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts trennten sich das Kunstgewerbe, im Sinne von künstlerischem Hervorbringen von Gebrauchswerten (Werkbund Streit) und das Design, im Sinne von planvollem Handeln für industrielle Zwecke. Das Design war eine wesentliche kulturelle Kraft der Moderne und der in den 80er Jahren aufkommenden Postmoderne in den hochindustrialisierten Ländern.
Qualitätskriterien
Die Beurteilung der Qualität von Kunstwerken wechselte ständig im Laufe der Geschichte. Die Kriterien wurden von dem gesellschaftlich akzeptierten bzw. durchgesetzten Geschmack der jeweiligen Herrschafts- und Bildungsschicht aufgestellt, von einer Minderheit hinterfragt und von großen Teilen der Bevölkerung nicht übernommen. Jedes Zeitalter entwickelte eigene Vorstellungen darüber, was zum Bereich der Kunst gehört und was als minderwertig, dem Massengeschmack entsprechend, abqualifiziert wird. Insofern kann Kunst auch ein kulturelles Mittel zur elitären Abgrenzung von Individuen und Gruppen sein.
Die postmoderne Anschauung von Kunst stellt zum Teil die Ideen von Freiheit, Originalität und Authentizität in Frage, setzt bewusst Zitate anderer Künstler ein und verbindet historische und zeitgenössische Stile, Materialien und Methoden aber auch diverse Kunstgattungen miteinander. Plagiate, Imitate und sehr stark von anderen Künstlern beeinflusste Werke gab und gibt es in jeder Phase der Kunstgeschichte. Heute werden solche Ausdrucksformen untersucht und nicht allesamt abgewertet. Es sei denn, der Produzent verbirgt seine Vorbilder und versucht, auf dem schwarzen Markt mit Fälschungen Geld zu verdienen.
Kunst ist das Produkt menschlicher Kreativität, eine schöpferische Leistung, deren Ergebnis das Kunstwerk ist. Es lässt sich schwer beurteilen, da jeder Künstler seine eigenen Vorstellungen von Kunst und seine eigene Herangehensweise an kreativ-künstlerisches Handeln hat (Phasen des kreativen Prozesses). Der ästhetische Wert eines Kunstwerkes basiert auf gesellschaftlicher Übereinkunft oder beruht auf einem Bruch mit derselben. Kunst ist - wie jede menschliche Ausdrucksweise - determiniert durch die jeweiligen Gesellschaftsformen, die die Freiheit der Kunst teilweise erheblich einschränken. Kunst kann auf diesem Hintergrund in totalitären Staaten eine affirmative, aber auch subversive Rolle spielen. Die Nationalsozialisten verachteten die freie moderne Kunst so sehr, dass sie sie als entartete Kunst diffamierten, Künstler verfolgten, Einrichtungen - wie das Bauhaus - schlossen und Kunstwerke zerstörten.
Kunst ergibt sich aus der Wahl eines bestimmten Mediums, aus festgelegten Regeln für dessen Gebrauch und aus besonderen Vorstellungen und Werten, die bestimmen, was durch das jeweilige Medium ausgedrückt werden soll, zum Beispiel welche Ideen, welche Weltanschauungen, welche Gefühle bewusst oder unbewusst zum Ausdruck gebracht werden. Experimentelle Kunst versucht, diese Grenzen zu überschreiten.
Der amerikanische Maler Ad Reinhardt führt den Begriff ins Absurde, indem er sagt: ,,Kunst ist Kunst. Alles andere ist alles andere". Es sei demnach unnütz, Kunst genau definieren zu wollen. Alternativ kann man nach der Funktion von Kunst bzw. eines Kunstwerkes, nach der Intention des Künstlers sowie nach der Rezeption eines künstlerischen Werkes fragen und dabei die Gegebenheiten berücksichtigen, unter denen es entstanden ist.
Zitate
- Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit! Karl Valentin
- Kunst ist, wenn man's nicht kann, denn wenn man's kann, ist's keine Kunst. Johann Nestroy
- Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein. - Theodor W. Adorno
- Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen, so würde sie Wulst heißen. Max Liebermann
- Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen Künstler ausmacht, folgt: nur wer Künstler ist ist Mensch. ... Jeder Mensch ist ein Künstler. Joseph Beuys
- Wenn ich wüßte, was Kunst ist, würde ich es nicht verraten. Pablo Picasso
- Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.. Pablo Picasso
- Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. - Pablo Picasso
- Kunst ist das, was wir machen. Christo auf die Frage wie er und seine Frau Kunst definieren würden.
- Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit. - Friedrich Schiller
- Wehe, wenn es uns gelänge, den Begriff zu definieren und damit zu zementieren! Kunst gibt sich dort zu erkennen, wo wir über das ästhetisch-sinnliche Erlebnis an unsere Möglichkeiten als geistbegabte Geschöpfe erinnert werden. Kunst hat etwas mit dem Bedürfnis zu tun, an unsere Grenzen zu gehen. Es mutet dem Menschen eine gewisse Anstrengung zu, nämlich die, über seinen Horizont hinauszublicken. Helmut Lachenmann auf die Frage Was ist Kunst?
Begriffe
Begriffe um Kunst
- Avantgarde
- Ikonografie
- Künstler
- Kunstakademie
- Kunstbegriff
- Kunstfälschung
- Kunstfreiheit
- Kunstgeschichte
- Kunstgewerbe
- Kunsthistoriker
- Kunst im öffentlichen Raum
- Kunstkritik
- Kunstpädagogik
- Kunstskandal
- Kunsttheorie
- Kunsttherapie
- Kunstverein
- Kunstwerk
- Kurator
Begriffe in der Kunst
- Denken, Kreativität, Intuition, Vorstellung, Idee, Gestaltung
- Medien, Medientheorie, Bild, Abbild, Ikone, Bildsprache, Bildelement, Duktus, Skulptur, Rauminstallation
- Licht, Farbe, Form, Raum, Ort, Fläche, Linie
Ausstellungen, Museen, Veranstaltungen
- Liste bekannter Museen
- Liste deutscher Museen nach Themen#Kunst
- Museum, Galerie, White Cube, Kunstausstellung, Kunstfestival, Kunstmarkt
- Documenta, Biennale
- Louvre, Prado, Eremitage, Museum of Modern Art, Tate Gallery
Siehe auch
- Portal:Kunst, Portal:Gestaltung, Portal:Architektur und Bauwesen, Stilrichtungen in der Kunst
Weblinks
- [http://www.kunstlinks.de/ Kunstlinks: Portal zu Kunst und Kunstgeschichte, mit Ausstellungsübersicht, Sendungen im Fernsehen zu Kunst und einer umfangreichen Datenbank]
- [http://www.kunstaspekte.de/ Informationen zu Kunst, zu zeitgenössischen Künstlern und aktuellen Ausstellungen]
- [http://www.kunst-und-kultur.de/ Portal mit Datenbanken zu Künstlern, Museen etc.]
- [http://www.multimediakunst.net/ Internationales Künstlernetzwerk und offene Community]
- [http://www.galerienvirtuell.de/ Deutschsprachiges Künstlerverzeichnis sowie News aus Kunst und Kultur]
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ja:芸術
ms:Seni
simple:Art
Musik
Die Musik (griechisch μουσική (τέχνη) - musiké (téchne) - Kunst der Musen, in der lateinischen (ars) musica bereits in der eingeengten Bedeutung Tonkunst, Tonwerk, musikalische Darbietung, bereits im Althochdeutschen als Lehnwort; ähnliche Entlehnung in unzähligen weiteren Sprachen) bezeichnet
- die Tonkunst: die künstlerische Erzeugung akustischer Ereignisse;
- Werke der Tonkunst;
- umgangssprachlich die Wiedergabe musikalischer Werke ("Wollen wir Musik hören?").
Für eine strukturierte Linkliste siehe: Portal:Musik.
Genauere Begriffsbestimmung und das Material der Musik
Musik ist gestaltete Zeit (im Gegensatz etwa zur bildenden Kunst, die Raum gestaltet). Musik kann nur als Ablauf in der Zeit erlebt werden. Aus diesem Grund setzt Musik beinahe begriffsnotwendig eine rhythmische Ordnung ihres Rohmaterials (Geräusche, Töne, Klänge) voraus. Außer durch Rhythmus kann musikalisches Material durch Melodie (die Abfolge verschiedener Tonhöhen) und Harmonie (die Gleichzeitigkeit bestimmter Tonhöhen) organisiert sein. In Einzelfällen wird auch ein räumlicher Effekt, der dadurch entsteht, dass jedes Instrument an einer Stelle erklingt und somit (begrenzt) ortbar ist, gezielt eingesetzt, etwa in mehrchöriger Musik mit entsprechender räumlicher Aufstellung der einzelnen Gruppen.
Eine genaue Bestimmung, was Musik ist und was nicht, ist nicht möglich. Gestaltung durch den Menschen ist keine notwendige Voraussetzung, sofern man nicht die Laute der Vögel ausschließen möchte. Gedankenloses Vor-sich-hin-pfeifen, die Fahrgeräusche einer Lokomotive und das Stimmen eines Instruments sind andere Grenzfälle, an denen jeder Versuch einer scharfen Abgrenzung von Musik und Nicht-Musik scheitern muss. Schließlich haben avantgardistische Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ganz bewusst die Grenzen dessen, was Musik ist, gesprengt, indem sie darauf verzichteten, Rhythmus, Harmonie, geschweige denn Melodie zu gestalten: Beispielsweise wurden mit dem Tonbandgerät aufgezeichnete Allerweltsgeräusche in den Konzertsaal geholt, die Beschränkung auf tonale (Dur- und Moll-)Systeme aufgegeben (Atonalität; Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno), musikalische Werke unter Zufallsbedingungen hergestellt (Aleatorik) oder Stille als Musikstück deklariert (John Cage).
Musikwissenschaft
Die Musikwissenschaft und ihre Disziplinen behandeln mit wissenschaftlicher Methodik die Entwicklung und Entstehung von Musik (Musikgeschichte), ihre Komponisten, deren Werke und Interpreten sowie die Musikinstrumente (Instrumentenkunde).
Weitere Forschungsrichtungen der Musikwissenschaft sind die Musiktheorie, als Werkzeug der Analyse und als Kompositionskunde, mit der Königsdisziplin Harmonielehre, sowie die Musiksoziologie und Musikpsychologie.
Die Musikwissenschaften werden grob in drei Gruppen eingeteilt:
# systematische Musikwissenschaften: Musiksoziologie, Musikästhetik, musikalische Akustik, Musikpädagogik, Musikpsychologie, musikalische Volkskunde (Musikethnologie), Physiologie des Instrumentalspiels
# angewandte Musikwissenschaften: Musikkritik, Musiklehre, Instrumentenbau
# historische Musikwissenschaften: Instrumentenkunde, Notationskunde, Satzkunde, Ikonographie, Quellenkunde, Stilkunde, Biographie, musikalische Aufführungspraxis
Gattungen, Formen, Genres und Stile
Mit der Systematisierung von Musik nach intersubjektiven Kriterien beschäftigen sich die Disziplinen Gattungskunde und Formenlehre sowie die Stilkunde (siehe Stilrichtungen der Musik).
Die Musikwissenschaften haben mehrere Ordnungsdimensionen entwickelt, die mit unterschiedlichem Erfolg auf Musik angewendet werden.
Nach Art der Beteiligung:
- Vokalmusik (siehe auch a cappella)
- Instrumentalmusik
Nach wertmäßiger Einordnung:
- E-Musik (so genannte Ernste Musik),
- U-Musik (Unterhaltungsmusik, Populäre Musik).
(wobei gerade diese Unterteilung, so wie auch die ihr zu Grunde liegenden Werte, verschiedentlich hinterfragt und auch abgelehnt wurden und werden)
Nach Herkunft:
- Musik aus der europäischen Abstammungslinie (alte, klassische, romantische, zeitgenössische Musik)
- Außereuropäische Musik, heute auch Weltmusik genannt, die von der Musikethnologie untersucht wird
Nach Verwendungszweck, bzw. Anlass der Entstehung:
- Funktionale Musik, von liturgischer Musik über Militärmusik, Filmmusik bis zur Muzak
- Autonome Musik, die um ihrer selbst willen komponiert und aufgeführt wird
- Programmmusik, der ein außermusikalisches Programm zugrundeliegt
- Virtuosenmusik, die nur der Zurschaustellung der Fähigkeiten eines Virtuosen dient
- Gelegenheitskomposition, im Gegensatz zu gültigen Werken eines Komponisten
- Sakrale Musik und Liturgische Musik, z.B. Choral, Kirchenlied, Messe, Oratorium
- Profane Musik oder Weltliche Musik
Nach Tonsystemen:
- Kirchentonarten
- Neuntonmusik (speziell... siehe Osvaldo Antonio Ovejero [http://www.mica.at/person/person_detail.asp?clr=5&iID=69010 externer Link] )
- Zehntonmusik (fernöstlich)
- Zwölftonmusik (üblich)
- Vierteltöne
Nach Menge der Beteiligten:
- Solo
- Duett/Duo
- Terzett/Trio
- Quartett
- Quintett
- Sextett
- Septett
- Oktett
- Nonett
- Dezett
- Orchester
- Chormusik
- Ensemble
Als Spezialfall des 19. und 20. Jahrhunderts nach Tonalitätsvorstellung:
- Tonale Musik
- Atonale Musik
Beziehung zu anderen Kunstformen
Architektur
In der griechischen und römischen Antike waren Musik und Architektur viel enger miteinander verknüpft als dies heute der Fall ist. Architekten, Musiker und Philosophen haben in den Jahrhunderten nicht nur immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Künsten gesucht und auch geschaffen, sondern sich auch wechselseitig neue Impulse gegeben. Der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling sagte im Jahre 1859: Architektur ist erstarrte Musik. In ähnlicher Weise ist bei Arthur Schopenhauer zu lesen: Architektur ist gefrorene Musik. Mehr zur Beziehung von Musik und Architektur siehe Architektur#Musik.
Literatur
Die Verbindung von Musik und Text/ Literatur ist in vielen Musikstilen elementarer Bestandteil bzw. konstituiert bestimmte musikalische Gattungen (Oper/ Kunstlied/ Popsong) überhaupt erst. Von Interesse dabei ist der Gesamtausdruck, der im Zusammenspiel von Musik und Text entsteht.
Es kann aber auch vorrangig um eine inhaltliche Mitteilung gehen, wie sie mit dem Liedtext scheinbar beabsichtigt ist. Liebes- und Protestlied sind solche Formen der direkten Aussage. Allerdings wird durch die musikalische "Verpackung" der Inhalt mit einer Wertung versehen, die Sender und Empfänger in der Kommunikation entweder verstehen oder missverstehen können.
Eine indirektere Verbindung von Musik und Literatur stellen Schauspilemusiken dar, die in ihrer Wirkung bereits eine gewisse Nähe zur Filmmusik aufweisen.
Anwendung
Während Musik oft als reine und zweckfreie Kunst angesehen wird, ist ihre gezielte Nutzung weit verbreitet: Zum Beispiel zum Wecken bestimmter Emotionen (z. B. Werbung, Filmmusik), zur Verdeutlichung von Inhalten, die über ein anderes Medium (z. B. Text, Stimme, Video/Animation) übermittelt werden, zu therapeutischen Zwecken (Musiktherapie), u. v. m. Auch die Kombination mit anderen Kunstformen ist in der Musik besonders häufig, z.B. mit Lyrik (Lied, Oper, Popsong usw.) oder Tanz (Ballett).
Aufgrund dieser kommunikativen Funktion bezeichnet man Musik auch als eine universelle Sprache.
Musik kann entweder spontan entstehen (Improvisation), oder nach schriftlich fixierten Aufzeichnungen ausgeübt werden (Komposition, Notenschrift).
Geschichte
Die Entwicklung der Musik kann in Epochen unterteilt werden, die sich in der konventionellen Musikgeschichte an die Formen der Bildenden Kunst und Architektur anlehnen (z.B. Musik der Antike, Renaissancemusik, Barockmusik, Klassische Musik usw.); neuere Forschungen bemühen sich jedoch, eine Historiographie zu entwickeln, die weniger von den äußeren Rahmenbedingungen als vielmehr der musikalischen Strukturen selbst ausgeht.
In der Chronologie der musikalischen Entwicklung können folgende eurozentristische Abschnitte unterschieden werden:
- Mittelalter - Musik vor dem 13. Jahrhundert, Musik des 13. Jahrhunderts
- Musik der Neuzeit - Musik des 14. Jahrhunderts, Musik des 16. Jahrhunderts, Musik des 17. Jahrhunderts, Musik des 18. Jahrhunderts, Musik des 19. Jahrhunderts
- Musik der Moderne und Postmoderne - Musik des 20. Jahrhunderts
Musiksoziologie
Musik ist nicht nur Selbstzweck und Kulturgut, sondern auch eine umsatzstarke Branche der Kulturindustrie. Die heutige Musikindustrie prägt musikalische Entwicklungen (Casting-Bands, Schaffen von Opernstars), absorbiert und kommerzialisiert unabhängig entstandene Formen (Jazz, Punk) und übt in Form von massiver Lobbyarbeit Einfluss auf politische Entscheidungen aus (Copyright). Weitere Themenbereiche der Musiksoziologie sind Identitätsbildung durch geteilte Musikpräferenzen (siehe auch Jugendmusikkultur) und die Eingebundenheit der Musikausübung und des Musikonsums in gesellschaftliche Strukturen wie Geschlecht, soziale Klasse und Lebensstil.
Musik und Mensch
Kulturhistorisch und bei der Entstehung der Säugetier-Art Mensch (Evolution) spielen Musik und ihre Wahrnehmung durch Ohr, Gehirn und die individuelle Rezeption im Sinne einer sofortigen, unvermeidbaren Bewertung eine enorme Rolle. Musikgeschmack, Musikvorlieben, musikalische Bildung haben alle hörenden Menschen - sie sind sich nur nicht einig in der Bewertung. Diese ist immer subjektiv und gleichzeitig ist sie kulturell geprägt (musikalische Sozialisation).
Ob Musik zur Kommunikation vor der Sprachentwicklung oder beide in einer wechselseitigen Beeinflussung stattfanden, wird sich nicht mehr klären lassen. Aber Musik als Kommunikationsmitttel ist weltweit verbreitet. Die Psychologie sagt, dass Musik Emotionen transportiert aber auch Emotionen verändert.
Das ist unabhängig von der Frage des Unterschieds von Vokalmusik und der Nutzung von Instrumenten zur Musikerzeugung oder -verstärkung.
Musiktechnologie
Neben den Unternehmen der Medienindustrie übt auch die Musiktechnologie zunehmenden Einfluss auf Hörgewohnheiten und das Musikangebot aus. Für die Rezeption von aufgezeichneter Musik sind Abspielgeräte (Tonbandgerät, Schallplattenspieler, CD-Spieler, MP3-Player usw.) notwendig, die sich zunehmend an den Möglichkeiten der Computertechnologie orientieren. Mit der Einführung der Audio-CD begann die Digitalisierung der Musik; durch das Aufzeichnungsformat MP3 wurde die psychoakustische Kompression von Musik eingeführt, bei der solche Anteile aus Musikdaten entfernt werden können, die für die Klangqualität als weniger wichtig erachtet werden. Da damit die Gefahr von unberechtigten Kopien (Raubkopien) heraufbeschworen wurde, werden heute Audiodateien zusehends mit Hilfe von DRM Digital Rights Management versehen, das nur eine feste Anzahl autorisierter Kopien erlauben soll.
Mit der Einführung neuer Technologien wie z. B. der DVD-Audio oder der SACD (Super Audio CD) ist die bis dato vorherrschende Wiedergabe-Technologie im Ein-Kanal- (Mono) bzw. Zwei-Kanal-Verfahren (Stereo) um mehrkanalige (im allgemeinen Fünf-Kanal-, "Surround" genannte) Wiedergabemöglichkeiten erweitert worden.
Der Einfluss der Technologie auf die Musik geht aber weit über die Verfahren zur Speicherung und Wiedergabe von Musikstücken hinaus. Wie seit jeher Instrumentenbauer die technischen Möglichkeiten ihrer Zeit auf der Suche nach dem vollendeten Klang auszuschöpfen suchten, so hat auch das 20. Jahrhundert die Elektronik zur Schaffung neuer Musikinstrumente mit eigenständigem Klangcharakter genutzt. Beispiele hierfür sind u.a. die Elektrogitarre, die Hammondorgel oder der Synthesizer. Des weiteren wird in modernen Produktionsstudios immer mehr auf Computer zur Erstellung von Musik gesetzt. Wichtig sind hier Systeme wie MIDI oder Software Synthesizer, mit denen ganze Orchester imitiert werden können.
Neben der Speicherung und Produktion von Musik wird auch das Nachschlagen durch moderne Technologie vereinfacht. In den fünfziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen Bücher wie Barlow und Morgensterns "A Dictionary of Musical Themes" und Parsons' "A Directory of Tunes and Musical Themes", die es dem Leser ermöglichen, Melodien z. B. anhand des Parsons-Codes zu identifizieren. Inzwischen gibt es aber viel bessere Methoden dafür, z. B. Musipedia, eine Online-Suchmaschine für Melodien.
Wirkungen
Der Musik werden die unterschiedlichsten emotionale und psychologische Wirkungen zugeschrieben; das Spektrum reicht von der einer heilenden Wirkung (z. B. Musik von Bach und Mozart, New Age-Musik) bis hin zu "destruktiven" Wirkungen (z. B. bei Death Metal, Gothic, Musik von Schönberg), die durchaus beabsichtigt sein können.
Bis heute konnten die Musikwissenschaft und ihre Hilfsdisziplinen nicht abschließend klären, in welchem Grad diese Wirkungen mit den kulturellen Rahmenbedingungen zusammenhängen; so wurde durch die Verbreitung der Rockmusik noch vor wenigen Jahrzehnten der Untergang des Abendlandes befürchtet; andererseits weist die Medienwirkungsforschung zumindest in speziell dispositionierten Fällen Wirkungen wie Selbsttötungen nach. Allerdings sind auch diese Forschungsergebnisse umstritten.
Auch Pflanzen und Tiere sollen auf Musik reagieren; bestimmter Musik wird eine positive Wirkung auf das Wachstum von Zimmerpflanzen nachgesagt; selbst in der Tierhaltung wird gelegentlich Musik eingesetzt.
Vollkommen im Bereich der Spekulation liegt die Unterstellung der universellen Verständlichkeit von Musik; so kommunizieren Erdenbewohner in Steven Spielbergs Spielfilm Unheimliche Begegnung der dritten Art mit außerirdischen Besuchern über Tonfolgen und Klänge. Selbst die heutigen Raumsonden der NASA und ESA enthalten Aufzeichnungen von Musik, die der Verständigung mit außerirdischen Lebensformen behilflich sein sollen (siehe Sounds of Earth).
Literatur
- MGG - Musik in Geschichte und Gegenwart: allgemeine Enzyklopädie der Musik hrsg. von Friedrich Blume. Bärenreiter Metzler. MGG Personenteil in 17 Bänden (1999 ff.), MGG Sachteil in 10 Bänden. [http://www.mgg-online.com]
- Leonard Bernstein: Musik - die offene Frage. Vorlesungen an der Harvard-Universität. München: Goldmann, 1976. ISBN 3-442-33052-1
- Hans Renner: Grundlagen der Musik - Musiklehre. Stuttgart: Reclam, 1953. ISBN 3-15-007774-5
- dtv-Atlas Musik. Bd. 1 u. 2. ISBN 3423030224
- Harenberg Komponistenlexikon. Dortmund 2001. ISBN 3-611-00978-4
"Das grosse Lexikon der Musik", herausgegeben von Marc Honegger und Günther Massenkeil, Freiburg im Breisgau 1978 und 1987
Siehe auch
- Portal:Musik
- Musikliteratur
- Universalien der Musikwahrnehmung
Weblinks
- [http://www.miz.org/ Deutsches Musikinformationszentrum, Bonn]
- [http://dma-opac.ddb.de/ Online-Katalog (OPAC)] des Deutschen Musikarchivs Berlin
- [http://www.gnoosic.com/ Gnoosic - Das webbasierte Empfehlungssystem für Musik]
- [http://www.music-map.de/ Music-Map - Die Welt der Musik nach Geschmack sortiert]
- [http://de.musipedia.org/ Musipedia - kollaborative Musikenzyklopädie, eine Art Wikipedia für Musik]
- [http://www.hirnforschung.de/Musik.php4 Newsletter zu Gehirn und Musik von hirnforschung.de]
- [http://www.gratisipodvideo.de.vu/ Seite des beliebtesten Musikplayers, des Ipods]
!Musik
Kategorie:Musiktheorie
fiu-vro:Muusiga
ja:音楽
ko:음악
ms:Muzik
simple:Music
th:ดนตรี
StimmlippenDie Stimmlippen (auch Stimmfalten) sind paarige schwingungsfähige Strukturen im Kehlkopf. Sie werden beidseits bei der Phonation (Stimmgebung) durch Anblasen aus dem Brustkorb in Schwingungen versetzt (Bernoulli-Effekt) und bilden damit die Stimme.
Aufbau
Die Stimmlippen haben einen schichtförmigen Aufbau. Die Basis bildet der Stimmmuskel (Musculus vocalis). Darüber liegt die Lamina propria, die aus drei Lagen von Fasern besteht: Innen Kollagenfasern (ähnlich Baumwollfasern), darüber elastische Fasern (ähnlich Gummibändern, Conus elasticus) und außen lose Fasern, deren Konsistenz ähnlich der von Gelatine ist. Eingehüllt werden die Strukturen durch eine dünne steife Kapsel, das Epithel, das die Form der Stimmlippen aufrecht erhält.
Umgangssprachlich werden die Stimmlippen auch Stimmbänder genannt, obwohl das Stimmband nur durch das Epithel und die beiden oberen Faserschichten gebildet wird.
Siehe auch
Artikulation - Kehlkopfpfeifen
Weblinks
- [http://www.iis.fraunhofer.de/medtech/med_bild/stilip/index_d.html Stimmlippen im Bild]
Kategorie:Menschliche Stimme
Kategorie:Atmungsapparat
MusikinstrumentEin Musikinstrument ist ein Gegenstand, der mit dem Ziel konstruiert oder verändert wurde, Musik zu erzeugen. Im Prinzip kann jeder Gegenstand, der Töne oder auch nur Geräusche hervorbringt, als Musikinstrument dienen, jedoch wird der Ausdruck normalerweise nur für solche Gegenstände verwendet, die zu diesem Zweck hergestellt oder verändert wurden.
Klassifikation
Es gibt viele verschiedene Versuche, die Vielfalt der Musikinstrumente in Gruppen einzuteilen. Bei praktisch allen Klassifikationssystemen zeigen sich Vor- und Nachteile sowie mehr oder weniger zahlreiche Ausnahmen.
Klassifikation nach Art der Tonerzeugung
- Chordophone (Saiteninstrumente / Tonerzeugung durch Saiten)
- Streichinstrumente wie die Geige
- Zupfinstrumente wie die Gitarre
- Aerophone ("Luftklinger" / Tonerzeugung durch Luftstrom)
- Blasinstrumente
- Blechblasinstrumente
- Holzblasinstrumente
- Tasten-Aerophone:
- Orgel
- Harmonium,
- Handzuginstrumente (Akkordeon und verwandte Instrumente)
- Membranophone ("Fellklinger" / Tonerzeugung durch schwingendes Fell)
- Idiophone ("Selbstklinger" / Tonerzeugung durch Klingen des gesamten Instruments)
- Elektrophone (Elektronische Instrumente)
Innerhalb dieses Schemas sind Mischformen möglich.
Im 1914 veröffentlichten Klassifikationsschema von Curt Sachs und Erich von Hornbostel werden die Instrumente ähnlich unterteilt.
Klassifikation nach Benutzung durch den Spieler
- Blasinstrumente
- Streichinstrumente
- Zupfinstrumente
- Schlaginstrumente
- Tasteninstrumente
weitere Klassifikationen
- nach geographisch-kultureller Herkunft
- nach Bestimmung (Konzert-, Übe-, Kinder-, Spielzeuginstrumente, Harmonieinstrument, Lärm-, Rhythmus- oder Effektinstrument)
- nach Musikrichtung (klassische, Popmusik-, Volksmusikinstrumente)
Siehe auch Liste der Musikinstrumente
!
ja:楽器
ko:악기
simple:Musical instrument
Sopran
Mit Sopran (von italienisch "sopra" = "(dar)über") wird die höchste menschliche Stimmlage bezeichnet. In der großen Mehrzahl der Fälle wird sie von Frauen gesungen, kann aber auch von Jungen vor dem Stimmbruch (Knabensopran) oder von Männern im Falsett gesungen werden. In vergangenen Jahrhunderten gab es auch Kastraten, die in Sopranlage sangen.
Der Tonumfang der Sopranstimme reicht normalerweise von c’ bis a’’, bei Berufssängerinnen (und -sängern) sind aber viel höhere Töne möglich.
Einige spezialisierte Gesangsfächer für den Sopran, die sich seit dem 19. Jahrhundert herausbildeten, sind:
- lyrischer Sopran
- dramatischer Sopran
- lyrischer Koloratursopran, für Partien von hoher Virtuosität
- dramatischer Koloratursopran, für Partien von hoher Virtuosität und Dramatik
- Soubrette, für Partien aus dem komischen Bereich
- Mezzosopran mit etwas tieferer Lage und Klangfärbung, in Richtung Alt gehend
Eine Anzahl bedeutender Sopranistinnen ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt.
In der Renaissance und der Barockzeit wurde die Sopranlage im vokalen und instrumentalen Bereich auch als Diskant bezeichnet.
Siehe auch: Gesang, Stimmlage, Kastrat, Altus, Tessitur
Kategorie:Stimmlage
ja:ソプラノ
ko:소프라노
Mezzosopran
Als Mezzosopran (von italienisch mezzo soprano; französisch: bas-dessus) wird eine Stimmlage von Frauen oder Knaben bezeichnet, die zwischen Alt und Sopran liegt und sich gegenüber dem Sopran durch ein dunkleres Timbre sowie einen etwas tieferen Stimmumfang (etwa g bis b’’) unterscheidet. Besonders kennzeichnend für den Mezzosopran ist die Fülle der Töne in der Mittellage.
Wie der Bariton in zweierlei sehr verschiedenen Timbres auftritt (als Tenor- und als Bassbariton), je nachdem er der einen oder der anderen Stimmgattung näher steht, so hat auch der Mezzosopran entweder Sopran- oder Alt-Timbre, und sein Umfang dehnt sich entweder mehr nach der Höhe oder mehr nach der Tiefe hin aus.
Typische Mezzosopran-Partien sind:
- Georges Bizet, "Carmen": Titelrolle
- W. A. Mozart, "Le nozze di Figaro": Cherubino
- Giuseppe Verdi, "Il Trovatore": Azucena
- Richard Strauss, "Der Rosenkavalier": Octavian
Eine Anzahl bedeutender Mezzosopranistinnen ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt.
Kategorie:Stimmlage
ja:メゾソプラノ
Altus (Stimmlage)Als Altus (von lat. altus = "hoch, hell") bezeichnet man in der Alten Musik einen männlichen Sänger, der in Alt-Stimmlage singt. Dies ist zumeist ein Countertenor oder aber auch ein hoher Tenor.
In Opern des 19. Jahrhunderts wird zuweilen ebenfalls für bestimmte Rollen ein "Tenor in Altlage" gefordert.
Kategorie:Stimmlage
Bariton (Stimmlage)
Als Bariton (aus griech. barys "tief" und tonos "Klang") wird die mittlere männliche Gesangs-Stimmlage zwischen Tenor und Bass bezeichnet.
Der Tonumfang der Baritonstimme reicht ungefähr von G bis g’ (also 2 Oktaven).
Man unterscheidet im Wesentlichen folgende Stimmfächer:
- Lyrischer Bariton: große Höhe, leichte und bewegliche Stimme (z. B. die Titelrolle in "Il Barbiere di Siviglia" von Gioacchino Rossini)
- Heldenbariton: schwere, gewaltige Stimme mit guter Tiefe (z. B. Scarpia in "Tosca" von Giacomo Puccini)
- Kavalierbariton: gutes Legato, tragfähige Mittellage (z. B. der Zar in "Zar und Zimmermann" von Albert Lortzing)
Eine Anzahl bedeutender Bariton-Sänger ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt.
Kategorie:Stimmlage
ja:バリトン
Bass (Stimmlage)
Als Bass (von lateinisch bassus = „tief“) wird die tiefe männliche Gesangs-Stimmlage bezeichnet. Die Bezeichnung bildete sich mit der beginnenden Mehrstimmigkeit heraus, als man die Stimme, die den Cantus firmus hielt, Tenor nannte, während die tiefste der umspielenden Gegenstimmen "Contratenor bassus" hieß.
Der Tonumfang der Bassstimme reicht ungefähr von E bis e’. Der Basso profondo singt noch tiefer; russischen Chorsängern sagt man nach, mit speziellen Techniken („Strohbass“) bis zu einer Oktave unter der normalen Basslage singen zu können.
Einige spezialisierte Bass-Stimmfächer:
- Charakterbass
- seriöser Bass
- Bassbuffo, für heitere Opernrollen
- Bassbariton als Übergang zum Bariton
Berühmte Bass-Rollen:
- Sarastro, Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart
- Boris Godunow, Titelpartie der Oper von Modest Mussorgski
- Gurnemanz, Parsifal von Richard Wagner
- Der Komtur, Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart
- Don Alfonso, Così fan tutte von Wolfgang Amadeus Mozart
- Pizzarro, Fidelio von Ludwig van Beethoven
- Fiesco, Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi
- Osmin, Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart
Eine Anzahl bedeutender Bass-Sänger ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt.
Siehe auch: Bass (Instrument), Generalbass, Basslinie
Kategorie:Stimmlage
ko:베이스 (성악)
18. Jahrhundert
Das 18. Jahrhundert begann am 1. Januar 1701 und endete am 31. Dezember 1800. Es zählt zur Epoche der Neuzeit, gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung - man spricht auch von der Zeit der Spätaufklärung. Nachdem bereits seit der Renaissance und vermehrt im 17. Jahrhundert Forscher und Denker wie Galilei, Newton und Descartes Grundlagen geschaffen hatten, entwickelte sich die neuzeitliche Wissenschaft weiter, gab der Landwirtschaft und Warenproduktion (Manufaktur/ früher Industrialismus) neue Impulse, Ursprünge moderner Wirtschaftswissenschaft wurden erarbeitet - durch Adam Smith z. B. In Begleitung von Voltaire und Jean-Jacques Rousseau kam es auch zum Aufblühen einer Philosophie der Aufklärung. Neue Projekte wie die Enzyklopädie (Denis Diderot u. a.) bargen neben rein sachlichen Wissenssammlungen auch brisante Inhalte, beeinflussten die späteren politischen Revolutionen des Jahrhunderts. In Deutschland kam ein neues Durchsetzungskraft des Mittelstandes z. B. in den Werken Gotthold Ephraim Lessings zum Ausdruck. Mit der Aufklärung erweiterten auch die Vertreterinnen der Frauenemanzipation ihr Wirkungsfeld (Mary Wollstonecraft u. a.).
Ereignisse/Entwicklungen
- Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika
- Französische Revolution 1789
- Gründung der Zulu-Nation
- Die Aufklärung
- In London entwickelt sich anfangs Jahrhundert eine florierende Wertpapierbörse
- Wissenschaftliche Entdeckungen und Frühphase der Industriellen Revolution.
- Die Kleine Eiszeit (1500-1850) erreicht um 1750 ihren Höhepunkt.
- Die Parlamente von Schottland und England bilden das Vereinigte Königreich von Großbritannien
- James Cook umrundet die Welt in den 1770ern.
- Beginn der europäischen Besiedlung Australiens 1788.
- Napoleonische Truppen entdecken 1799 den Stein von Rosetta.
- Wars of Empire zwischen Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich.
- siehe auch Spanischer Erbfolgekrieg 1701-1714 (engl. Queen Anne's War), Österreichischer Erbfolgekrieg, War of Jenkins Ear, Siebenjähriger Krieg (engl. French and Indian War). Besiegelt den Aufstieg Großbritanniens zur Großmacht.
Persönlichkeiten
- James Watt, schottischer Erfinder.
- Johann Sebastian Bach, Komponist
- Canaletto, italienischer Maler
- James Cook, englischer Entdecker
- Denis Diderot, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Leonhard Euler, schweizer Mathematiker
- Henry Fielding, englischer Schriftsteller
- Benjamin Franklin, amerikanischer Erfinder und Diplomat
- Friedrich II. von Preußen, König
- Thomas Gainsborough, englischer Maler
- Johann Wolfgang von Goethe, Dichter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann
- Oliver Goldsmith, englischer Schriftsteller
- Thomas Gray, englischer Dichter
- Joseph Haydn, Komponist
- William Hogarth, englischer Maler
- David Hume, schottischer Philosoph
- Thomas Jefferson, amerikanischer Politiker
- Immanuel Kant, deutscher Philosoph
- Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- Katharina II. (genannt: Katharina die Große)
- Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Schriftsteller
- Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Aphorist
- Michail Lomonossow, russischer Universalgelehrte
- Anton Raphael Mengs, deutscher Maler
- Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist
- Isaac Newton, englischer Physiker
- Joshua Reynolds, englischer Maler
- Jean-Jacques Rousseau, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Schriftsteller
- Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- Alexander Suworow, russischer Feldmarschall
- Jonathan Swift, irischer Schriftsteller
- Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Johann Philipp Lorenz Withof, Dichter und Philosoph, Verfasser philosophischer Lehrgedichte
- Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin Ungarns und Böhmens
- Christian Wolff, Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker
Erfindungen und Entdeckungen
- Cotton Gin von Eli Whitney
- John Harrisons Chronometer löst das Längenproblem der Navigation der Seefahrt
- Verbesserte Dampfmaschinen durch Thomas Newcomen und James Watt
- Dampfboot
- Dampfwagen
- Heißluftballon
- Fallschirm
- optischer Telegraph
- Blitzableiter
- Kreissäge
- Steindruck / Lithographie
- Impfung
- Quecksilberthermometer
- diverse Innovationen der Textilindustrie, u. a. programmierbare Webstühle
01-18
!
ja:18世紀
ko:18세기
CountertenorAls Countertenor (v. lat.: contratenor; auch: Alto) wird ein Sänger bezeichnet, der mit Hilfe einer durch Brustresonanz verstärkten Kopfstimmen- bzw. Falsett-Technik in Alt- oder sogar Sopran-Lage singt.
Es gibt Versuche, zwischen Countertenor und Altus zu unterscheiden (z. B. nach den eingesetzten Anteilen von Brust- und Kopfresonanz), aber die vorhandenen Sänger weisen eine derart hohe Individualität auf, dass eine solche Differenzierung fraglich erscheint. Die Bezeichnung "Altus" bezieht sich eher auf die Lage, der Begriff "Countertenor" auf die verwendete Technik.
In der englischen Gesangstradition sind Countertenöre weiter verbreitet als auf dem Kontinent. Mit Alfred Deller war es dann auch ein Brite, der dieser Gesangstechnik ab den 1940er-Jahren wieder zu weltweiter Bedeutung verhalf. Mit dem zwei Countertenöre einschließenden Ensemble-Gesang der King's Singers gelangten solche Stimmen zu allgemeiner Popularität.
Countertenöre werden in der Alten Musik vorwiegend im Rahmen der Historischen Aufführungspraxis als Interpreten entsprechender Partien eingesetzt – auch solcher, in denen früher Kastraten gefordert waren.
Nachdem im 19. Jahrhundert dieses Stimmfach gar nicht vorkam (stattdessen lediglich die gelegentliche Fistelstimme als komischer Effekt), werden Countertenöre in der Neuen Musik im Opernfach wieder im Ensemble oder als Solisten eingesetzt. Beispiele des 20. Jahrhunderts sind A Midsummer Night's Dream (Oberon) von Benjamin Britten und Lear (Tom) von Aribert Reimann.
Eine Variante des Countertenors ist der in der französischen Barockmusik geforderte Haute-Contre, der allerdings evtl. auch nur eine besondere Sorte von sehr hohem Tenor gewesen sein mag.
Ein Liste bedeutender Countertenöre findet sich auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger der Klassischen Musik.
Klaus Nomi war ein Countertenor, der überwiegend in der Popmusik tätig war. Auch Pharrell Williams ist ein bekannter Countertenor.
Kategorie:Stimmlage
ja:カウンターテナー
ko:카운터테너
Liste von JazzsängernJazzsänger unterscheiden sich in Art und Weise des Gesangs stark von denen der klassischen Musik. Typisch ist z. B. der Scat-Gesang bei dem kein Text gesungen wird, sondern Laute in schneller Abfolge eine Melodie bilden.
Sängerinnen
- Abbey Lincoln
- Adelaide Hall
- Alberta Hunter
- Anita Baker
- Anita O' Day
- Norah Jones
- Ann Burton
- Ann Hampton Callaway
- Annette Hanshaw
- Greetje Kauffeld
- Annette Sanders
- Annie Ross
- Annie-Marie Moss
- Aretha Franklin
- Astrud Gilberto
- Barbara Lea
- Bea Wain
- Bessie Smith
- Betty Blake
- Betty Buckley
- Betty Carter
- Betty Roché
- Billie Holiday
- Blossom Dearie
- Carmen Bradford
- Carmen Mc Rae
- Carol Sloane
- Cassandra Wilson
- Chaka Khan
- Chris Connor
- Claire Austin
- Claire Martin
- Cleo Laine
- Connee Boswell
- Daryl Ryce
- Dee Dee Bridgewater
- Della Griffin
- Diana Krall
- Diane Schuur
- Dianne Reeves
- Dinah Shore
- Dinah Washington
- Donna Byrne
- Doris Day
- Eartha Kitt
- Eden Atwood
- Eivör Palsdottir
- Elis Regina
- Elizeth Cardoso
- Ella Fitzgerald
- Emiliana Torrini
- Erika Stucky
- Ernestine Anderson
- Ernie Andrews
- Erykah Badu
- Esther Phillips
- Ethel Ennis
- Ethel Waters
- Etta James
- Etta Jones
- Etta Scollo
- Eva Cassidy
- Eydie Gorme
- Flora Purim
- Gabrielle Goodman
- Gloria Lynne
- Gitte Haenning
- Heather Bishop
- Helen Forrest
- Helen Humes
- Helen Merrill
- Helen O'Connell
- Helen Ward
- Holly Cole
- Ida Cox
- Ivie Anderson
- Jane Monheit
- Janis Joplin
- Janis Siegel
- Jay Clayton
- Jeanne Lee
- Jenny Evans
- Jeri Southern
- Jo Stafford
- Joni James
- Joni Mitchell
- Josephine Baker
- Joya Sherrill
- Judy Garland
- Julie Driscoll
- Julie London
- June Christy
- Karrin Allyson
- Kathrin Lemke
- Kay Davis
- Kay Starr
- Kelly Eisenhour
- Kristiina Tuomi
- Laura Fygi
- Lauren Newton
- Laurie Anderson
- Lee Wiley
- Lena Horne
- Lorez Alexandria
- Lou Rawls
- Luciana Souza
- Lucille Bogan
- Lucy Reed
- Mabel Mercer
- Marcia Ball
- Margaret Whiting
- Maria Joao
- Marie Ellington
- Marilyn Moore
- Marlena Shaw
- Marlene VerPlanck
- Martha Tilton
- Mary Ann McCall
- Mary Stallings
- Maxine Sullivan
- Melanie Bong
- Melissa Walker
- Meredith D'Ambrosio
- Mildred Bailey
- Millie Vernon
- Morgana King
- Nancy Harrow
- Nancy Kelly
- Nancy Wilson
- Nancy York
- Nina Simone
- Nnenna Freelon
- Norma Winstone
- Pascal von Wroblewsky
- Patricia Barber
- Patti Austin
- Patty Waters
- Peggy King
- Peggy Lee
- Phoebe Snow
- Rachel Gould
- Rachelle Ferrell
- Rebekka Bakken
- Rickie Lee Jones
- Roberta Flack
- Roseanna Vitro
- Rosemary Clooney
- Rose Nabinger
- Ruth Brown
- Sandra King
- Sarah Vaughan
- Sheila Jordan
- Shirley Bassey
- Shirley Horn
- Silje Nergaard
- Slim Gaillard
- Solveig Slettahjell
- Sussanah McCorkle
- Sylvia Syms
- Tania Maria
- Teresa Brewer
- Urszula Dudziak
- Uschi Brüning
- Vanessa Rubin
- Viktoria Tolstoy
- Zakiya Hooker
Sänger
- Al Bowlly
- Al Hibbler
- Al Jarreau
- Al Jolson
- Andy Bey
- Barry Manilow
- Billy Eckstine
- Bing Crosby
- Bob Stoloff
- Bobby Darin
- Bobby McFerrin
- Brook Benton
- Caetano Veloso
- Chet Baker
- Darmon Meader
- Dave Frishberg
- Dave Lambert
- Dick Haymes
- Don Francks
- Eddie Jefferson
- Elvis Costello
- Frank Sinatra
- Fred Astaire
- George Benson
- Jack Teagarden
- James Brown
- Jeff Buckley
- Jeffery Smith
- Jimmy Rushing
- Jimmy Witherspoon
- Joao Gilberto
- Joe Williams
- John Lee Hooker
- Johnny Hartman
- John Pizarelli
- Jon Hendricks
- Kevin Mahogany
- King Pleasure
- Kirby Stone
- Kurt Elling
- Louis Armstrong
- Lucky Peterson
- Mark Murphy
- Michael Schiefel
- Milton Nascimento
- Oscar Brown Jr
- Paul Anka
- Perry Como
- Phil Minton
- Phil Perry
- Ray Charles
- Richard Rodney Bennett
- Ron Kaplan
- Stevie Wonder
- Teddi King
- Theo Bleckmann
- Tom Waits
- Tony Bennett
- Nat King Cole
Vocal-Jazz-Gruppen
- Andrews Sisters
- Boswell Sisters
- Four Freshmen
- Four Lads
- Hi Lo's, S
- Manhattan Transfer
- Novi Singers
- NY voices
- Real Group
- Take 6
- Singers Unlimited
- Uptown Vocal Jazz Quartet
Siehe auch
Sänger, Jazz
Jazzsänger
KehlkopfgesangObertongesang ist eine Gesangstechnik, die aus dem Klangspektrum der Stimme einzelne Obertöne so herausfiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden und der Höreindruck einer Mehrstimmigkeit entsteht. Man spricht dann von Obertongesang, wenn den Obertönen eine eigenständige musikalische Funktion zukommt, zu unterscheiden von Gesangtechniken, die lediglich die Klangfarbe der Stimme mit Obertönen anreichern.
Westlicher Obertongesang
Die Gesangskunst wurde im okzidentalen Kulturkreis vor allem in der New Age-Szene der 1980er Jahre populär. In den 1960ern hatten bereits Komponisten wie La Monte Young und Karlheinz Stockhausen Obertongesang in die Avantgardemusik eingeführt. Später wurde diese auch als "neue Musik" bezeichnete Kunstform von Michael Vetter und seit Mitte der 1990er Jahre auch und gerade von Lutz Czech fortgeführt. Die westliche Obertonmusik ist also recht jung. Während die Pioniere des Obertongesangs ihre Techniken aus Stimmexperimenten und Vokaltechniken entwickelten, lassen sich viele der jüngeren Obertonsänger inzwischen auch von den Khöömej-Techniken (Kehlgesang) inspirieren. Trotzdem ist ein Obertonsänger klanglich meist leicht von einem Kehlsänger zu unterscheiden.
Obertonsänger nutzen als Grundton die "normale" weiche Stimme. Dadurch ist ein fließender Übergang von Vokalen und Sprache zu Obertongesang möglich. Für viele Obertonmusiker sind daraus entstehende neuartige Klangfarben der Ausgangspunkt ihres künstlerischen Ausdrucks. Andere entwickeln eine hohe Virtuosität in polyphoner Singweise, indem sie zwei gleichzeitige unabhängige Melodien mit Grund- und Oberton singen. Vielerorts entstehen begeisterte Singkreise, die mit Obertönen in Gruppen improvisieren (chanten, tönen, Obertonchor). Der Obertongesang gehört der freien Musikszene an und entwickelt sich stetig weiter. Inzwischen wurden die ungewöhnlichen Klangeffekte auch für die Filmmusik entdeckt und finden zunehmend Interesse in der E-Musik. Jüngere Anwendungen in der Musiktherapie zeigen Potenziale des Obertongesangs im Heilwesen auf.
Kehlgesang
In Tuva, der Mongolei und weiteren Ländern Zentralasiens rund um das Altaigebirge wird Obertongesang in verschiedenen Formen des Khöömej (tuvinisch "Kehle") gepflegt (Kehlgesang). Die mongolische Bezeichnung dafür ist Höömii. Ähnliche Obertongesänge kennt man von den Xhosa in Südafrika, wo er von Frauen ausgeübt wird (umngqokolo), und von den Dani in Papua-Neuguinea.
Kehlgesang unterscheidet sich von westlichem Obertongesang sowohl musikalisch durch seine ethnische Tradition wie auch technisch durch besondere Arten den Grundton zu erzeugen. Beim Khöömej/Höömii werden unter anderem Teile des Kehlkopfs verengt (Xorekteer). Man diskutiert eine Verengung der Taschenfalten (falsche Stimmlippen) bzw. einen aryepiglottischen Sphinkter (Bildung einer Verengung der aryepiglottischen Falten mit der Epiglottis), die jeweils einen Resonanzraum im Kehlkopf hervorrufen, der den Oberton gegenüber dem Grundton verstärkt.
Eine spezielle Kunst der Kehlsänger sowohl in Zentralasien als auch bei den Kehlsängerinnen der Xhosa ist der Gebrauch von Untertongesangstechniken, die man in Tuva Kargyraa nennt. In der Regel wird der erste Unterton der Grundstimme, die erste Subharmonische, als Grundton verwendet. Dadurch wird das Obertonspektrum des Sängers bzw. der Sängerin stark erweitert.
Es gibt weitere Untertongesangsarten, die ebenfalls als Kehlgesang bezeichnet werden und deshalb gelegentlich irrtümlich dem Obertongesang zugeordnet werden. Hier hat der Begriff Kehlgesang nicht die synonyme Bedeutung von Obertongesang. Die Tieftongesänge der tibetischen Lamas sowie der Saami in Lappland (Joik) seien in dem Zusammenhang erwähnt, bei denen die Obertöne nicht gezielt als musikalische Struktur verwendet werden. Auch die Kehlgesänge der Inuit und der sardischen "cantu a tenores" sind in diesem Sinne kein Obertongesang. Aber die Klassifizierung ist eine typisch okzidentale Idee und oft schwierig, weil ein westlich ungeschultes Ohr die Absichten fremder Musiktraditionen möglicherweise nicht vollständig erfasst.
Kurzanleitung und Klangbeispiele
#Media:oton.ogg Obertongesang.
#Media:uton.ogg Unterton-/Kehlkopfgesang.
#Media:uoton.ogg Kehlkopfgesang mit Obertönen.
Es gibt unterschiedliche Obertontechniken. Eine einfache Art erste Obertöne (1) zu erzielen ist die Intonation des Wortes "Hang" in einer mittleren, angenehmen Tonlage. Dabei muss der Nasal gehalten werden.
Einer simplen Art des Untertongesangs (2) nähert man sich durch einen ähnlichen Grundklang wie bei (1), nur, dass hier der Kehlkopf sehr locker gelassen wird und der Mund- Rachenraum langsam geöffnet wird.
Die Kombination aus beiden Klängen (3) erreicht man, indem Klang (2) nasalisiert wird. Zum Ansingen mit sofortiger Stütze eignet sich ein Plosivlaut wie "D" mit angehängtem Nasal, also ungefähr "Dnnnnn...".
Siehe auch
Untertongesang, Obertonchor, Harmonische, Partialtöne, Teiltöne
Weblinks
- [http://oberton.org Informationen und Links zum Obertongesang]
- [http://khoomei.com Informationen zu Kehlgesang (engl.)]
- [http://www.sciam.com/article.cfm?articleID=00080AA2-BA32-1C73-9B81809EC588EF21 Artikel über Kehlgesang (engl.)]
ja:喉歌
Kategorie:Stimmlage
Vokalmusik
Als Vokalmusik wird, im Gegensatz zur Instrumentalmusik diejenige Musik bezeichnet, welche durch Singstimmen ausgeführt wird, sei es ohne oder mit Begleitung von Instrumenten. Zu ersterer Art gehören A-cappella-Gesänge weltlichen wie geistlichen Charakters, z. B. die Lieder für Männer-, Frauen- oder gemischten Chor, die Motetten etc. bis hinauf zur reinen Gesangsmesse; zu letzterer das Kunstlied, die Arie, Kavatine, das Rezitativ, Duett, Terzett und die anderen mehrstimmigen Sätze. Aus der Verbindung dieser Tonformen, besonders der letztern, entstehen die größeren musikalischen Kunsterzeugnisse, die Oper, das Oratorium, die Kantate etc.
Mittelalter
Franco-Flämische Epoche
Barock
Kirchenmusik
Kirchenmusik
Oper
Oper
Klassik
Romantik
Kunstlied
Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms.
20. Jahrhundert
Kirchenmusik
Weltliche Musik
Musik für Vokalensemble
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich in Europa und Amerika ein neuer Stil von Vokalmusik heraus. Es handelte sich anfangs meist um Ensembles mit etwa einem halben Dutzend Männerstimmen, begleitet durch ein Klavier. Diese Gruppen spielten unter anderem mit der rein stimmlichen Nachahmung von instrumentalem Klang (z. B. von Blasinstrumenten). Bekanntestes Beispiel sind hier sicherlich die Comedian Harmonists. Später wurde auf jegliche instrumentale Begleitung verzichtet, der Begriff a cappella verengte seine alte Bedeutung zu "mehrstimmiger Gesang ohne Instrumente". Barbershop und Doowop beeinflussten diesen Stil. Heutige A-cappella-Gruppen finden sich in allen Besetzungen, wobei gemischte und rein männliche Gruppen dominieren. Durch eine Tendenz zu vielschichtigen rhythmischen Arrangements, Nachahmung von instrumentalem Klang (teilweise mit elektronischen Hilfsmitteln, Studiotechnik) und der Erweiterung des Ensembles um Mundschlagzeuger (siehe dazu auch unter Beatboxing) veränderte sich am Ende des 20. Jahrhunderts der Klang von A-cappella-Musik deutlich.
= siehe auch =
- Gesang
= Weblinks =
- [http://www.acappella-online.de A-cappella-Community für Deutschland, Österreich und die Schweiz]
- [http://www.casa.org CASA - Contemporary A Cappella Society (engl.)]
- [http://www.singers.com/history.html Blitzlichter der Vokalmusik-Geschichte im 20. Jh. (engl.)]
Kategorie:Musiktheorie
siehe auch: Isicathamiya
Quelle
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/16/seite/0257/meyers_b16_s0257.html#Vokalmusik Vokalmusik] im Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl., 1888, Band 16, Seite 257
Kategorie:Klassische Musik
Kategorie:Gesang
ko:%EC%84%B1%EC%95%85
A cappella
Der Begriff a cappella wird traditionell im Sinne von „unbegleitet“ verwendet und beschreibt Gesang, der nicht von Musikinstrumenten begleitet wird. Seit Mitte der 1990er-Jahre rückt A cappella zunehmend als Bezeichnung für ein Genre der populären Musik ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Schreibung
Als Eigenschaftswort im Sinne von „unbegleitet“ wird a cappella klein geschrieben.
Als Bezeichnung für das Populärmusik-Genre wird A cappella mit einem großen A geschrieben.
Als Vorsatz eines zusammengesetzten Hauptwortes wird das A in jedem Falle groß geschrieben und zusätzlich Bindestriche eingefügt, z. B. „A-cappella-Komposition“.
Unrichtig ist es (heute), das Wort „cappella“ mit nur einem p zu schreiben. In historischen Schriften, die das Wort nicht aufs Italienische, sondern aufs Lateinische zurückführen, begegnet man aber auch dieser Schreibweise.
Ursprüngliche Bedeutung
Die Bezeichnung a cappella lehnt sich an das italienische "alla cappella" an und meint ursprünglich Musik "nach Art der Kapelle";gemeint ist die Sixtinische Kapelle (cappella sistina), in der in früheren Zeiten prinzipiell ohne Instrumentalbegleitung gesungen wurde.
:"Indessen ist die Päbstliche Music darinnen von anderen unterschieden, daß man dabey keiner Orgel oder anderer Instrumenten brauchet, sondern die Stücke nur hersinget." (Johann Gottfried Walther: Musikalisches Lexikon 1732, Seite 140).
Zunächst verstand man darunter Vokalmusik, bei der der (mehrstimmige) Gesang durch Musikinstrumente begleitet wurde, wobei die Instrumente genau das spielen, was die Stimmen singen.
:"A capella [sic] (ital.) heisset: wenn Vocal- und Instrumental-Stimmen sich miteinander zugleich, und zwar dergestalt hören lassen, daß diese eben dasjenige, was jene haben, exekutieren." Siehe: Johann Gottfried Walther: Musikalisches Lexikon 1732, Seite 4.
:"A capella, alla capella, d. h. im Kapellstile, bedeutet in älteren Kirchenmusiken die Bewegung der Singstimmen ohne Instrumente, oder wenn ja solche den Gesang begleiten, das Fortgehen der Instrumente im Unisono mit den Singstimmen." (F. A. Brockhaus: Allgemeine Deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. 1851 Leipzig. 1. Band, Seite 85)
Das bedeutet eine Aufführungspraxis von Vokalmusik, die sehr variabel dargestellt werden konnte.
Nach Möglichkeit zog der Kapellmeister vorhandenes Instrumentarium bei der Aufführung hinzu.
Die Instrumente konnten die Singstimmen verdoppeln oder auch ersetzen.
Bedeutung im 19. Jahrhundert
Bei der Wiederentdeckung der alten Chormusik im 19. Jahrhundert durch Laien-Chöre zu einem Missverständnis des Begriffes a cappella, aus dem eine Bedeutungsveränderung resultierte: Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde nun darunter eine Musik verstanden, die vollständig auf Instrumente verzichtet und allein auf der menschlichen Stimme beruht.
Chöre und Kantoreien, die heute eine historische Aufführungspraxis beachten, ziehen zu ihren Aufführungen von alter Chormusik im Cappellstil wieder vermehrt Instrumente hinzu, wobei durchaus auch historische Instrumente verwendet werden.
Bedeutung im 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert entwickelten sich neue Musikrichtungen. Einerseits wird a-cappella-Musik früherer Zeiten heute mitunter ohne die Instrumentalbegleitung aufgeführt, die früher üblich war. Andererseits werden neue Stücke mit rein vokaler Besetzung geschrieben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand in den USA ein neues Genre von vokalen Kleingruppen (z. B. The Yale Whiffenpoofs 1909). Dabei wurde in Barbershop-Manier in "close harmony" gesungen. 1927 entstanden nach dem amerikanischen Vorbild der "Revellers" in Deutschland die Comedian Harmonists. Sie sangen zwar mit Klavierbegleitung, förderten durch ihre Popularität aber das rein vokale Genre sehr. Weitere Einflüsse nahm die A-cappella-Musik aus dem | | |